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Epithesen

Wegen der großen Bedeutung des Gesichts für die Persönlichkeit des Menschen werden ausgedehnte Gesichtsdefekte nach angeborenen Fehlbildungen, Traumata oder Tumoroperationen als deutliche Entstellung und schwere psychische Belastung empfunden. Die Wiederherstellung von Personen die einen Teil ihres Gesichts verloren haben stellt eine große Anforderung an den Epithetiker dar. Die epithetische Versorgung des Patienten ist ein wichtiger Schritt zur Rehabilitation und Wiedereingliederung in sein soziales Umfeld. Fortschritte in der Technik der Epithesenherstellung und der Werkstoffe, sowie die Möglichkeit Implantate zur Befestigung einzusetzen, haben dazu beigetragen, dass der Epithetiker dieser Aufgabe immer besser gerecht werden kann. Man schafft es inzwischen mittels Epithesen eine Optik zu erzielen, die dem ursprünglichen, natürlichen Aussehen in vielen Fällen sehr ähnlich kommt. So ist es dem Epithetiker möglich auch schwestverletzt oder tumorkranke Personen wieder in das tägliche Leben zu integrieren, so dass sich der Patient wieder als Mensch unter Menschen fühlen kann.
Die Schaffung einer neuen Identität, eines neuen Gesichts für den Patienten fordert die Hilfe sowohl des Epithetikers als auch die des Patienten selbst. Bei der Anfertigung einer Epithese ist es wichtig, dass eine Art "Partnerschaft" zwischen Epithetiker und Patient aufgebaut wird. Nur so ist eine gute Problemlösung möglich. Es ist notwendig, dass beide Seiten verstehen, was gewünscht wird und was zu verwirklichen ist. Der Patient sollte klar seine Wünsche und Vorstellungen, aber auch seine Ängste in Bezug auf die Epithese äußern, wohingegen der Epithetiker versuchen sollte zu erklären, was er zu verwirklichen erwartet, wo Probleme auftauchen können und wie man diese bewältigen kann.

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 18. März 2008 )